Geschichte der Uhr Teil 2
Neben der Wasser- und Sonnenuhr wurden auch ab 900 n. Chr. die Kerzenuhren in Europa verbreitet. Die vordefinierten Formen und Größen innerhalb einer bestimmten Zeitspanne ab. Durch Markierungen konnte man die Zeit ablesen. Diese erste Form einer Uhr für die breite Masse war nicht nur einfach in der Verwendung und Verfügbarkeit, sonder auch tageslichtunabhängig nutzbar. Teilweise wurden auch in Öllampen abbrennende Lunten und in China sogar Feuerlampen genutzt, die teilweise im laufe der zeit den Duft veränderten, der abgesondert wurde.
Im Mittelalter spielten auch verschiedene Glockenklänge zur Tageszeitorientierung genutzt. So wurden nicht nur die Öffnungszeiten von Kirchen und Klöstern angekündigt, sondern auch die der Stadttore, Gerichts- und Marktzeiten. Hierfür war eine bessere Zeitangabe, die präziser arbeiten musste nötig, die bisherige „Uhren“ nicht bieten konnten. Der wichtigste Erfindung in dieser Zeit war die Hemmung, die eine Verbindung zwischen dem Räderwerk und dem Gangregler ermöglichte. Ab wann die erste mechanische Uhr in Betrieb genommen wurde, ist in den Wirren der Zeit verloren gegangen. Da Glockentürme sehr häufig Verwednung hatten im Mittelalter, fand die Räderuhr schnell ein breites Anwendungsgebiet. Diese Uhr wurde zur richtigen Anzeige der Zeit verwendet, damit die Glocken zum richtigen Zeitpunkt angeschlagen werden konnten. Zu Anfangs hing die Uhr (Türmeruhr genannt) dafür in der Stube des Türmers, später wanderte Sie, so wie wir es heute von Kirchentürmen kenn, nach außen in einer größeren Dimension. Diese schmiedeeisernen Turmuhren, waren schnell an Rathäusern, Kirch- und Uhrtürmen wiederzufinden, um der Allgemeinheit eine Anzeige der Zeit zu ermöglichen. Damalige Uhren hatten eine Ganggenauigkeit von 10 Minuten und wurden mit einem Foliot Gangregler ausgestattet. Zur Gegenkontrolle wurden Sonnenuhren verwendet, daher hatte jede Stadt auch ihre eigene Uhrzeit. Im laufe der Zeit wurden für Monarchen und Wohlhabende Bürger nach dem gleichen Prinzip kleinere Uhren gefretigt, die vorerst aber eher dem repräsentativen Zweck dienlich waren. Wichtig ist aber, dass sich damit die öffentliche Uhr einen Schritt näher in das heutige Wohnzimmer bahnte.
Zeitgleich zu den Räderuhren entwickelten sich auch die Sanduhren in Mitteleuropa. Dabei spielten die Städte Nürnberg und Venedig tragende Rollen, da diese über genügend Sandvorkommen verfügten. Sanduhren fanden vor allem in der Schifffahrt zu Bestimmung der Reisegeschwindigkeit Anwendung und wurden als Glasenuhr noch bis in 19. Jahrhundert im verwendet.
Zu Beginn der Räderuhr, kümmerten sich vor allem Schlosser und Büchsenmacher um die Fertigung und Instandhaltung der mechanischen Instrumente. Relativ schnell, bereits um 1450, gibt es aber bereits die ersten Uhrmacher und Uhrmacherzünfte. Holzräderuhren wurden bis zum 17. Jahrhundert eher selten und nur für spezielle Klientel geschaffen, ab des frühen 17. Jahrhunderts jedoch, wuchs de Verbreitung schnell und weiträumig in Mitteleuropa an. Ganz besonders stark in der Schweiz, in Frankreich und Süddeutschland.
